Open Doors Nachrichten für den Gemeindebrief

 Verfolgten Christen eine Stimme geben

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Nigeria: Neue Hoffnung durch Trauma-Schulung

(Open Doors, Kelkheim) – Viele Christen im Norden und Mittelgürtel Nigerias sind durch Entführungen, Anschläge, Morde sowie Überfälle auf ihre Familien, Kirchen und Dörfer traumatisiert. Open Doors steht ihnen mit geistlicher und materieller Hilfe zur Seite. Dazu gehört auch das lang erwartete Shalom Center, das am 1. März 2019 eröffnet wurde. Dorthin kommen Menschen, die verschiedene Arten von Traumata erlitten haben, zur erweiterten Begleitung und Beratung, um Heilung und Frieden zu finden. In den ersten Monaten gab es bereits mehrere Schulungen für Trauma-Begleiter sowie die intensive Betreuung von Überlebenden von Gewalttaten.

Die festangestellte Trauma-Beraterin des Teams berichtete, dass sie trotz mancher Schwierigkeiten sehr zuversichtlich und freudig seien, weil die Ausrichtung stimme und sie sehen könnten, dass sie Gottes Willen erfüllen.


Frauen genießen die Gemeinschaft im Shalom Center (Herunterladen: Foto in höherer Auflösung)

Seminare für Gemeindeleiter, Trauma-Seelsorger und traumatisierte Personen

Pastor Peter* aus dem Norden Nigerias schrieb nach seiner Teilnahme an einer Schulung: „Ich konnte verstehen, wie sich das Trauma auf verschiedene Bereiche meines Lebens ausgewirkt hat. Durch die Schulung sah ich die Bibel in einem neuen Licht und erkannte dadurch, wie Gott meinen Schmerz und meine Gebrochenheit versteht. Er bringt Hoffnung und Heilung.“

In einer Schulung speziell für Frauen sagten viele, dass sie dachten, alle Hoffnung sei verloren. Durch das Programm aber wurde ihre Hoffnung wieder geweckt. Eine Frau berichtete, dass sie viele Menschen in ihrer Familie verloren hatte, darunter auch ihren Mann und Sohn. Viele schlimme Dinge waren geschehen, und sie fragte sich, was aus ihrem Leben werden würde. Sie war sehr dankbar, dass das Programm ihr Leben verändert hat. Sie sang und tanzte zum ersten Mal nach all den Geschehnissen. Sie ging als geheilte Person nach Hause. Die Frauen sagten, dass sie das Gelernte mit ihren Freunden zuhause teilen werden.

Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex steht Nigeria auf Platz 12. Im islamisch dominierten Norden wird Christen seit vielen Jahren der Zugang zu kommunalen Dienstleistungen erschwert sowie Schutz und verfassungsmäßige Rechte oft verweigert. Im Zeitraum 1. November 2017 bis 31. Oktober 2018 hat Open Doors Morde um des Glaubens willen an 3.731 Christen dokumentiert. Auch bei Angriffen auf Kirchen (569) steht Nigeria an erster Stelle.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

Nachricht bereitgestellt von Open Doors Deutschland

Hinweis: Am 10. November ist Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen. Christen aus aller Welt werden für ihre verfolgten Glaubensgeschwister besonders in Nigeria und China beten. Material für die Gestaltung eines Gottesdienstes können Sie unter 06195 6767-0 und auf unserer Website bestellen.

Die PDF-Version dieser Informationen für den Gemeindebrief finden Sie hier.

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Weltverfolgungsindex von Open Doors 

HINWEIS: Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen

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Über Open Doors

Nach einer neuen Einschätzung leiden mehr als 200 Millionen Christen unter einem hohen Maß an Verfolgung. Open Doors ist als überkonfessionelles christliches Hilfswerk seit über 60 Jahren in rund 60 Ländern im Einsatz für verfolgte Christen. Jährlich veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Projekte von Open Doors umfassen Hilfe zur Selbsthilfe, Ausbildung von christlichen Leitern, Engagement für Gefangene, Nothilfe und Trauma-Arbeit, die Bereitstellung von Bibeln und christlicher Literatur sowie die Unterstützung von Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf.
Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.